Tempolimit, Pick-Up Verbot oder Sozialismus, Ideen wie wir den Klimawandel doch noch aufhalten können gibt es viele-manche haben keinen Einfluss, manche schießen über das Ziel hinaus und wenige sind wirklich sinnvoll, nötig und durchdacht. Jetzt der Umwelt Lifehack für die Politik

Die meisten Möglichkeiten beschränken sich auf einzelne Teilbereiche des Alltags. Sie sind sinnvoll jedoch nicht ausreichend. Andere Ideen gehen zu weit. Es sind radikale Ansätze die zwar kurzzeitig national funktionieren können, die Hauptverursacher der Klimakrise aber würden nicht mitmachen. Das die USA beispielsweise sozialistisch werden oder die Sharing Economy einführen, ist so unwahrscheinlich wie die Wiedergeburt Schrödingers Katze.

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Man muss aber gar nicht so weit gehen, um den Kampf gegen den Klimawandel zu gewinnen. Eine Möglichkeit, um diesen Kampf zu gewinnen, ist die Folgende: Das Anteils- Prinzip, was folgendermaßen funktioniert.

Das Anteils- Prinzip

Die Regierung setzt ein Oberlimit für CO2 und andere Schadstoffe. (Im Nachhinein beschränken wir uns nur auf CO2, das Prinzip ist allerdings theoretisch auch für andere Stoffe anwendbar). Dieses Limit wird jedes Jahr um einen Prozentsatz gesenkt, der vom Staat vorgegeben wird. Somit entsteht eine Art CO2 Budget, von das ausgestoßen werden kann. Die Regierung verkauft Anteile dieses Budgets an die, die CO2 ausstoßen möchten also Firmen und Privatpersonen. Ohne das Recht CO2 ausstoßen zu dürfen, ist es illegal Schadstoffe auszustoßen. Diese Anteile können untereinander gehandelt werden, dadurch entsteht ein Co2-Ausstoßrecht- Markt. Da mit sinkendem Angebot und konstanter Nachfrage der Preis pro Tonne CO2 steigt, wird es für Firmen und Privatleute mit hohen CO2 Ausstoß schwierig rentabel zu wirtschaften. Sie können sich einen hohen CO2-Ausstoß schlicht nicht mehr leisten.

Außerdem können andere Unternehmen, die beispielsweise Bäume pflanzen, um CO2 zu absorbieren, ihr eingespartes CO2 als Gutschein zum Ausstoß an Verursacher verkaufen. Somit wird es lukrativ das Klima zu schützen.

Da die Unternehmen die steigenden Preise für die Herstellung ihrer Produkte an die Verbraucher weitergeben werden, ist es wichtig, den Klimaschutz sozial gerecht zu gestalten. Deshalb ist es sinnvoll, eine Klima-Dividende einzuführen. Das bedeutet, dass jeder Bürger einen gleich großen Teil an den Einnahmen des Staates an dem Verkauf von Anteilen des Klima-Budget verdient. Es werden die Gesamteinkünfte des eingezahlten Geldes der Privatpersonen durch die Anzahl der Bürger geteilt und ausbezahlt.

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Das birgt neben dem Vorteil, dass Klimaschutz sozial verträglich wird noch einen weiteren positiven Aspekt. Wer viel fliegt, jeden Tag zwei Avocados isst und einen Porsche fährt, hat einen überdurchschnittlich hohen CO2-Verbrauch. Da er also die überdurchschnittlich hohen Kosten, die von den Herstellern durch den Verkauf von CO2- lastigen Produkten weitergegeben werden trägt, zahlt er mehr für den CO2- Anteil als der Durchschnitt der Bevölkerung und hat unterm Strich ein Minus.

Wer allerdings regional einkauft, vegan lebt und mit der Bahn fährt, der hat geringere Mehrkosten als der Durchschnitt. Da die Klimadividende höher ist als die entstandenen Mehrkosten, hat er unterm Strich ein Plus.

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Ob man Gewinn oder Verlust mit diesem Prinzip macht, lässt sich folgendermaßen berechnen:

Klimadividende – Mehrkosten durch Anteilsprinzip.

Wenn das Ergebnis ein positiver Wert ist, dann lebst er/ sie klimafreundlicher als der Durchschnitt und wird „belohnt“. Wenn das Ergebnis negativ ist, dann lebt er unterdurchschnittlich klimafreundlich und du wirst „bestraft“. Dadurch schafft diese Klimadividende einen Ansporn klimafreundlicher zu leben.

Doch kommen wir mit dieser Methode wirklich innerhalb von 10 Jahren von 750 Millionen Tonnen auf 250 Millionen Tonnen ausgestoßenes CO2?

Die Antwort darin besteht in der Exponentialfunktion.

Der Anfangswert wird mit dem Prozentwert multipliziert, wobei dieser so oft mit sich selbst multipliziert wird, wie oft der Schritt des Senkens des CO2 Budgets wiederholt wird.

Also Startwert x Prozentwert hoch Anzahl der Wiederholungen

Wir rechnen mit folgenden Faktoren:

• Startwert = 750 Millionen Tonnen

• Prozentwert = 90 % = 0,9 (Da wir das Budget jedes Jahr um 10 % senken, rechnen wir 1 – 10 % was 90 % ergibt)

• Anzahl der Wiederholungen = 10 (Budget wird jedes Jahr gesenkt, also in 10 Jahren 10-mal)

Eingesetzt kommen wir also auf 750.000.000 × 0,9 10 Umwelt Lifehack Politik

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Das entspricht 261.508.830.075 Tonnen C02. Wir sparen in diesem Zeitraum also 488491170 Millionen Tonnen CO2 ein. Dieser Wert ist nicht genau, da der Startwert gerundet ist, aber sehr ähnlich.

Zum Vergleich: Das Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen würde laut Hochrechnungen des Umweltbundesamtes 1,9 Millionen Tonnen einsparen. Für den Kampf gegen den Klimawandel ist das irrelevant. Wenn das oben erläuterte Prinzip international verwendet wird, dann wird es das Klima nicht nur relevant. Es würde den Klimawandel beenden. Umwelt Lifehack Politik

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/index

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